Ohrkorrektur
Abstehende Ohren und von der Norm abweichende Ohrdeformitäten beeinträchtigen in allen Altersgruppen, insbesondere im Kindes- und Jugendalter, das Selbstbewusstsein und sind immer wieder Grund für Hänseleien. Deshalb findet bei Kindern die Korrektur meist vor der Einschulung statt.
Frauen sind auf Grund abstehender Ohren manchmal gehemmt, bestimmte Frisuren zu tragen. Oder sie leiden unter Veränderungen der Ohrläppchen, die anlagebedingt oder im Zuge des Alterns länger und größer werden können.
Verschiedene plastisch-chirurgische Operationstechniken, wie zum Beispiel differenzierte Nahttechniken, Knorpelschwächung (durch Ausdünnung, Ritzen oder Teilentfernung), Kombinationen aus Nahttechniken und Knorpelschwächungen/-teilentfernungen und Knorpelformenden Maßnahmen kommen bei der Ohranlegeplastik zum Einsatz. Dadurch kann individuell auf die unterschiedlichen Ursachen der Ohrdeformität (z.B. zu flache bzw. unausgebildete Ohrfalte, zu große Ohrmuschel oder ein zu großer Winkel zwischen Ohrmuschel und Kopf) eingegangen und die anatomischen Verhältnisse und der Patientenwunsch berücksichtigt werden. Denn am Ende sollten das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl des Patienten gesteigert werden.
Der Zugangsweg liegt in der Ohrumschlagsfalte auf der Rückseite des Ohres, wodurch sichtbare Narben vermieden werden. Die Korrektur von abstehenden Ohren wird zusammen mit der Verkleinerung bzw. Verfeinerung von Ohrläppchen am häufigsten durchgeführt.
Der Eingriff wird in lokaler Betäubung und/oder Dämmerschlafnarkose ambulant durchgeführt. Für die nachfolgende Woche wird ein Kopfverband angelegt und für weitere 6-8 Wochen das nächtliche Tragen eines Stirnbandes empfohlen.
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